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Gemeinsames Lernen

BERUFEN MIT ZUKUNFT AUF DER SPUR: COACHES BESUCHEN MARTIN GERBERT-GYMNASIUM IN HORB

Horb – Ob Medizin, Wohnen oder Mobilität – in vielen Bereichen unseres Alltags ist Technik allgegenwärtig. Welche Berufe dahinterstecken, und welche Ausbildungs- oder Studienwege im sogenannten MINT-Bereich eine gute und spannende Zukunft versprechen, erfuhren Schülerinnen und Schüler am Martin-Gerbert-Gymnasium in Horb. Zwei Coaches des landesweiten Bildungsprogramms COACHING4FUTURE kamen zwei Tage lang mit viel Technik zum Ausprobieren und Experimentierworkshops ins Klassenzimmer.

 

Der Begriff „MINT“ steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und umfasst Disziplinen, die gerade für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg mit seinen vielen Industrie- und Technologie-Unternehmen von Bedeutung sind. Welche Berufe dort besonders gefragt sind, zeigten die beiden Coaches Leonie Goldberg und Cornelia Mattern im Auftrag des Bildungsprogramms COACHING4FUTURE in Horb.

Bereits seit 2008 engagiert sich die Baden-Württemberg Stiftung auf diesem Weg gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband SÜDWESTMETALL und der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit für den Fachkräftenachwuchs. Und auch am Martin-Gerbert-Gymnasium gehören die Veranstaltungen der Coaches bereits seit vielen Jahren zum festen Programm des Berufsorientierungsangebots. Erstmals 2010 besuchte ein Team von COACHING4FUTURE die Schule.

Die vorgestellten Themen und Berufsfelder haben sich seitdem mehrfach geändert, wie Cornelia Mattern berichtet: „Wir achten darauf, dass sich unser Vortrag immer am aktuellen Stand von Forschung und Technik orientiert und ein realistisches Bild davon vermittelt, welche Berufe von Unternehmen besonders gesucht werden.“ Aber auch die Interessen der Jugendlichen selbst stehen im Mittelpunkt. So durften sie sich gleich zu Beginn jeweils zwei Themengebiete für die kommenden 90 Minuten aussuchen. Groß war etwa die Neugier auf die Frage, wie die Menschen künftig wohnen werden. Die Coaches zeigten, wie Häuser in Zukunft schnell und kostengünstig mit einem riesigen 3D-Drucker gebaut werden könnten oder wie Ingenieurinnen und Ingenieure im Forschungsfeld der Bionik leichte und ressourcenschonende Baustoffe nach dem Vorbild der Natur entwickeln.

Anhand solcher Beispiele wurde den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 9 veranschaulicht, wie viele unterschiedliche Berufe an innovativen Technologien mitarbeiten. Studienfächer wie Technologiemanagement und Technische Informatik oder Ausbildungsberufe wie Baustoffprüfer wären ohne solche praktischen Einblicke wenig eingängig.

Noch mehr in die Praxis ging es beim anschließenden Workshop, der die Schulklasse vor einen fiktiven Kriminalfall stellte: Der reiche Graf von Mondstein wurde mit einem Kerzenleuchter ermordet. Nun lag es an den Jugendlichen, den Fall innerhalb von 60 Minuten zu lösen und herauszufinden, wer hinter dem Verbrechen steckt. Dabei nutzten sie verschiedene forensische Techniken, wie die Analyse von Haarproben unter dem Mikroskop, die Untersuchung von Blutspuren mit Schwarzlicht und die genaue Betrachtung und Vergleichung von Fingerabdrücken. Auch digitale Technologien wie eine Handyortung kamen zum Einsatz. Vor allem diese tollen praktischen Angebote sind für die Schüler*innen eine tolle Gelegenheit Einblicke in Berufsfelder zu bekommen. Betont die begleitende Lehrkraft Kirsten Gockel.

Die Verbindung von Krimi-Atmosphäre und Forschungseifer begeisterte die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Durch das spielerische Tüfteln und die praktische Anwendung von Wissen sollen deutlich werden, wie technisch-naturwissenschaftliche Methoden in Berufen angewendet werden, die oftmals nicht auf den ersten Blick etwas mit dem MINT-Bereich zu tun haben. Coach Tobias Puzicha, freute sich vor allem über das große Interesse der Schulklassen: „Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler für Technik und Wissenschaft ist für uns selbst auch immer wieder ansteckend.“


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