Gemeinsames Leben
Konfliktmanagement
An einer Schule treffen viele unterschiedliche Menschen zusammen. Getreu unserem Motto „Miteinander Geht’s Gut“ nutzen wir am MGG die zahlreichen, verschiedenen Charaktere, Interessen und Ansichten, um gemeinsam und voneinander zu lernen, Projekte zu erarbeiten und Freizeit gewinnbringend zu gestalten.
Das kann nicht immer reibungslos verlaufen. Um bei Konflikten frühzeitig und zielführend handeln zu können, haben wir für euch ein Ablaufschema mit möglichen Ansprechpartnern erstellt.
Streitschlichterausbildung am MGG
Ein Streit, was tun ??? – Dein Weg zu uns, den Streitschlichtern
Immer wieder kommt es, besonders in der Unterstufe, zu kleineren und größeren Streitigkeiten, die sich nicht selten auch in der Freizeit fortsetzen. Anstelle der Lehrer und Eltern können am MGG die Streitschlichter aktiv werden und gemeinsam mit den Streitenden einen Weg zu einer Lösung finden. Auch im täglichen Schulleben, z.B. auf dem Pausenhof oder in der Klasse, bieten die MGG-Streitschlichter Alternativen zum Streit an. Sie zeigen Möglichkeiten auf, dass mit der richtigen Technik ein soziales und auch friedlicheres Miteinander, nicht nur im Schulalltag, möglich ist.
Die MGG-Streitschlichter wollen allen Schülerinnen und Schülern ihre Unterstützung anbieten, einen Streitfall oder ein Problem gemeinsam zu lösen.
Du kannst einen Streitschlichter direkt ansprechen und ihm dein Problem schildern! Du kannst dich auch an einen Streitschlichterlehrer wenden! Egal in welcher Klasse du bist – melde dich, wenn du möchtest, damit ein Streitschlichterteam dir dabei hilft, einen Streit oder ein Problem zu lösen. Ansprechpartner bei den Lehrern sind: Herr Schüz, Herr Ernst, Frau Göhner, Herr Deuschle, Frau Treise, Frau Künzlen, Frau Beutter-Zimmermann und Frau Sangaré.
Alle Streitschlichter, sowohl Schüler als auch Lehrer, sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.
Verantwortlich: ZIM, DEU, EPA, GOE, KUE, SAN, SMA, TRE. RIC
Aktualisiert am: 06.10.23
Dem Streit aktiv begegnen
Streitschlichterausbildung an den Grundschulen Dettingen und Bittelbronn
22 Grundschülerinnen und Grundschüler aus Dettingen und Bittelbronn wurden vor den Pfingstferien an zwei Nachmittagen zu Streitschlichtern ausgebildet.
Alljährlich im Frühling werden in Kooperation mit dem Martin-Gerbert-Gymnasium Horb interessierte Kinder der Klassen 3 auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. In diesem Jahr wurden sie dabei von den Schülermentoren Marlo Armbruster, Leana Gramer, Zara Hubert, Simon Pfundstein, Ivana Ristic und Simona Zirker, den Lehrerinnen Claudia Beuter-Zimmermann und Ute Sangaré und der Schulsozialarbeiterin Judith Flack angeleitet.
In zwei freiwilligen Workshops am Nachmittag erfuhren die Kinder, welche besonderen Fähigkeiten ein Streitschlichter für seine Tätigkeit braucht und welche Schritte im Einzelnen nötig sind, um eine gute und dauerhafte Lösung für einen Konflikt zu finden. So wurde der Blick beispielsweise auf die Gefühle der Streitenden gerichtet, es wurde detailliert nach Hintergründen gefragt und es wurden Lösungsmöglichkeiten gesammelt, die dem win-win-Prinzip entsprechen. Claudia Beuter-Zimmermann, Mitinitiatorin des Projekts und seit 2012 dabei, beobachtet, dass es vor zehn Jahren für die meisten Kinder noch leichter war, sich auch nachmittags zwei Stunden lang auf solch anspruchsvolle und teils komplexe Inhalte zu konzentrieren. „Für spielerische und praktische Übungen sind aber auch heute die meisten zu begeistern“, meint sie. Daher wurde das neu Erlernte an einem zweiten Nachmittag in Rollenspielen unter Anleitung der Mentorinnen und Mentoren eingeübt.
Die frisch ausgebildeten Streitschlichter erhalten in einer der regelmäßig stattfindenden Schulversammlung, dem Plenum, ihre Streitschlichterurkunde und begleiten bis zu den Sommerferien ihre Vorgänger aus den Klassen 4. Sobald diese auf die weiterführenden Schulen gewechselt haben, gilt es, die volle Verantwortung zu übernehmen und vor allem in der großen Pause abwechselnd tätig zu sein. An gelben T-Shirts mit dem Logo der Schule können die Streitschlichter von ihren Mitschülern erkannt und zu Hilfe geholt werden, wenn zum Beispiel jemand nicht mitspielen darf, etwas kaputt gegangen ist oder Beleidigungen fallen. Dies wird auch in Zukunft zum Schulalltag dazugehören, doch die Streitschlichter können zeigen, dass jeder Streit auf faire Art und Weise und in gegenseitigem Respekt gelöst werden kann. Dabei wünschen ihnen alle an der Ausbildung Beteiligten viel Erfolg!
B. Göhner




Streitschlichterausbildung 2021
Das Marmorwerk war zwei Tage lang Schauplatz zahlreicher Streitigkeiten – und ihrer Beilegung! Denn hier haben sich am 27. und 28. Oktober 14 Neuntklässler*innen des Martin-Gerbert-Gymnasiums in die Streitschlichtung vertieft.
Alle Jahre wieder melden sich Jugendliche aus den 9.Klassen freiwillig als Pat*innen für die neuen Fünftklässler*innen. Klar gehören dazu vor allem gemeinsame Bastel- oder Spielnachmittage oder auch mal eine Schulhausübernachtung. Aber so viele Menschen zusammen – das bietet natürlich durchaus Zündstoff und es kann eben auch Zoff geben – und auch für solche Situationen wollen die Älteren gewappnet sein.
Deshalb lernten sie jetzt, basierend auf dem Konzept der Gewaltfreien Kommunikation, Gefühle und Bedürfnisse bei Streitenden wahrzunehmen und auf diese empathisch einzugehen. Sie machten sich mit dem Ablauf eines Streitschlichtungsgespräches vertraut und begaben sich auf die Suche nach guten und tragfähigen Lösungen. Und da das in grauer Theorie nur halb so viel Spaß macht und nur ebenso wenig lebendig wird, wurden dafür Rollenspiele durchgeführt, vorgespielt, analysiert und immer wieder ein Stückchen verbessert – Schritt für Schritt haben so alle den gefühlten Berg der Streitschlichtung erklommen und sind dem Gipfel immer näher gekommen.
Und weil dabei auch Wegzehrung eine entscheidende Rolle spielt, wurde zur Mittagszeit die Küche des Marmorwerkes gestürmt und nahezu konfliktfrei vegetarisch gekocht. Dabei tauchten sie nebenher auch noch in die Geheimnisse der schmackhaften Küche ein und es wurde erfolgreich ausdiskutiert, wann das Salz ins Nudelwasser kommt und ob Zucker in die Tomatensoße gehört. Schon wieder was gelernt!
Für alle Teilnehmenden waren es intensive, spaßige und sicher gewinnbringende Tage, die Leichtigkeit ebenso wie Stoff zum Nachdenken mitgaben. Das Marmorwerk war dafür ein toller Ort, fanden Laura Treise und Markus Schüz, die die Ausbildung leiteten – und waren mit dieser Meinung sicher nicht alleine.